Der Weg zur Heilung
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- BETROFFEN?
- KINDESMISSBRAUCH
- SEELISCHE QUAL
- ERZÄHLEN
- ANZEICHEN
- HELFEN
- WIE KANN ICH HELFEN?
- SCHÜTZEN?
- VERDACHT - WAS TUN?
- MASSNAHMEN
- DER WEG ZUR HEILUNG
- WICHTIG!!!
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Nein!!! - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
 

  In dem Buch "Weiterleben nach dem Inzest" von Karen Lison und Carol Poston habe ich eine Auflistung von 14 Entwicklungsschritten für Überlebende gefunden die ich für interessant halte. Als kleiner Anhaltspunkt für die Fortschritte, die wir machen, habe ich sie hier eingestellt.
   
Die vierzehn Entwicklungsschritte für Inzestüberlebende
1.

Ich kann mit meinem Schmerz nicht allein fertig werden. Ich muss mir Hilfe suchen.
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2. Ich gestehe mir ein das etwas furchtbares geschehen ist. Ich weiss, dass ich es mir nicht bloß einbilde;ich war als Kind das Opfer eines sexuellen Anschlags.
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3. Ich beginne meine Gefühle Wahrzunehmen. Vielleicht sind es Traurigkeit, Zorn, Angst, Schuld oder Scham. Ich lasse alle diese Gefühle zu.
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4. Ich spreche ausführlich mit meiner/m Therapeutin/en über den Missbrauch. Ich durchlebe jeden einzelnen Vorfall, an den ich mich erinnern kann, noch einmal und beginne, mich mit den damit verbundenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Ich teile mein Gefühl der Scham den Mitgliedern meiner Gruppe von Überlebenden.
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5. Ich beginne zu erkennen, dass ich mich wahrscheinlich zur Zeit des Missbrauchs angemessen verhalten habe.(Das heisst meine Reaktionen waren den Umständen angemessen; der Missbrauch war es nicht.)
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6. Wenn irgend etwas an dieser Belästigung mir Lust bereitet hat, dann bemühe ich mich darum, dies als Tatsache anzuerkennen, und ich setze mich mit den Schuldgefühlen , die damit verbunden sind auseinander.
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7. Ich erkenne den Zusammenhang zwischen der Belästigung und meinen heutigen Verhaltensmustern und Beziehungen.Ich beginne eine gewisse Eigenverantwortung zu entwickeln.
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8. Ich erkenne, dass ich selbst bestimmen kann, ob ich eine Konfrontation mit dem (oder den)Täter(n) will oder nicht.
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9. In dem Maße, wie ich lerne meinen eigenen Wahrnehmungen zu trauen, beginne ich zu verstehen, welche Wünsche ich mit einer Beziehung verbinde.
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10.

Ich kann Intimität geniessen.
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11. Ich entwickle ein Bewusstsein meines Selbst, und mein Selbstwertgefühl hat zugenommen.
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12. Mein Widerstand, über den Inzest zu sprechen (wenn auch nicht über alle seine Einzelheiten), hat abgenommen.
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13. Ich erkenne, dass ich die Wahl habe ob ich dem Täter vergeben will oder nicht. Ich habe mir selbst vergeben.
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14. Ich bin fähig, meine zurückliegende Wut zu spüren, aber ich habe mich soweit davon gelöst das sie kein dauernder Bestandteil meines Gefühlslebens ist und weder meine sonstigen Emotionen noch die Bewältigung meines Alltags oder meine Beziehungen zu anderen Menschen negativ beeinflusst. Ich lebe nicht mehr in der Vergangenheit. Ich lebe in der Gegenwart und heiße die Zukunft mit all ihren Ängsten, Unvollkommenheiten und Unvorhersehbarkeiten willkommen.
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