| |
|
|
Die
vierzehn Entwicklungsschritte für Inzestüberlebende
|
| 1. |
Ich
kann mit meinem Schmerz nicht allein fertig werden.
Ich muss mir Hilfe suchen.
.
|
| 2. |
Ich
gestehe mir ein das etwas furchtbares geschehen ist. Ich
weiss, dass ich es mir nicht bloß einbilde;ich war
als Kind das Opfer eines sexuellen Anschlags.
. |
| 3. |
Ich
beginne meine Gefühle Wahrzunehmen. Vielleicht sind
es Traurigkeit, Zorn, Angst, Schuld oder Scham. Ich lasse
alle diese Gefühle zu.
. |
| 4. |
Ich
spreche ausführlich mit meiner/m Therapeutin/en über
den Missbrauch. Ich durchlebe jeden einzelnen Vorfall,
an den ich mich erinnern kann, noch einmal und beginne,
mich mit den damit verbundenen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Ich teile mein Gefühl der Scham den Mitgliedern meiner
Gruppe von Überlebenden.
. |
| 5. |
Ich
beginne zu erkennen, dass ich mich wahrscheinlich zur
Zeit des Missbrauchs angemessen verhalten habe.(Das heisst
meine Reaktionen waren den Umständen angemessen;
der Missbrauch war es nicht.)
. |
| 6. |
Wenn
irgend etwas an dieser Belästigung mir Lust bereitet
hat, dann bemühe ich mich darum, dies als Tatsache
anzuerkennen, und ich setze mich mit den Schuldgefühlen
, die damit verbunden sind auseinander.
. |
| 7. |
Ich
erkenne den Zusammenhang zwischen der Belästigung
und meinen heutigen Verhaltensmustern und Beziehungen.Ich
beginne eine gewisse Eigenverantwortung zu entwickeln.
. |
| 8. |
Ich
erkenne, dass ich selbst bestimmen kann, ob ich eine Konfrontation
mit dem (oder den)Täter(n) will oder nicht.
. |
| 9. |
In
dem Maße, wie ich lerne meinen eigenen Wahrnehmungen
zu trauen, beginne ich zu verstehen, welche Wünsche
ich mit einer Beziehung verbinde.
. |
| 10. |
Ich
kann Intimität geniessen.
.
|
| 11. |
Ich
entwickle ein Bewusstsein meines Selbst, und mein Selbstwertgefühl
hat zugenommen.
. |
| 12. |
Mein
Widerstand, über den Inzest zu sprechen (wenn auch
nicht über alle seine Einzelheiten), hat abgenommen.
. |
| 13. |
Ich
erkenne, dass ich die Wahl habe ob ich dem Täter
vergeben will oder nicht. Ich habe mir selbst vergeben.
. |
| 14. |
Ich
bin fähig, meine zurückliegende Wut zu spüren,
aber ich habe mich soweit davon gelöst das sie kein
dauernder Bestandteil meines Gefühlslebens ist und
weder meine sonstigen Emotionen noch die Bewältigung
meines Alltags oder meine Beziehungen zu anderen Menschen
negativ beeinflusst. Ich lebe nicht mehr in der Vergangenheit.
Ich lebe in der Gegenwart und heiße die Zukunft
mit all ihren Ängsten, Unvollkommenheiten und Unvorhersehbarkeiten
willkommen.
. |
|
|