Mein Inneres Kind

In jedem von uns wohnt ein „inneres Kind", es ist ein wichtiger Teil unserer Seele, umfasst den Gefühlsbereich und wird der rechten Gehirnhälfte zugeordnet. Das innere Kind kann lebendig, fröhlich und voller Lebenslust sein, wenn es geliebt und angenommen und mit seinen Bedürfnissen ernst genommen wird. Das, was uns zu schaffen macht, ist aber das bedürftige innere Kind, unsere Wut, Traurigkeit, Eifersucht, Angst oder Trotz, also unsere „negativen Gefühle". Diesem Kind steht ein „innerer Erwachsener" gegenüber. Er ist im Laufe unserer Entwicklung entstanden und umfasst alle Glaubensmuster und Denkprogramme, ob bewusst oder unbewusst, die wir von Eltern, Erziehern oder der Gesellschaft gelernt haben. Daher gehen wir mit uns selbst oft genauso um, wie wir früher behandelt worden sind. Wenn wir immer wieder zu hören bekamen, dass wir unzulänglich, unwichtig und voller Fehler seien, dann halten wir uns für nicht besonders liebenswert. Wenn unsere Gefühle nicht ernst genommen wurden, haben wir gelernt, sie zu ignorieren oder zu verdrängen.

Ich habe mir vorgenommen darüber zu schreiben, wie ich mein Inneres Kind anfing anzunehmen auch wenn viele nicht wissen was es ist, das es das innere Kind gibt und das es bei einigen von uns so ausgeprägt da ist, das es im leben nicht immer einfach ist damit umzugehen oder es überhaupt zu erkennen und anzunehmen. Das war bei mir ähnlich, Heute weiß ich, es war immer da und ich, ich habe es ignoriert, einfach darum, weil ich nicht blöd wirken wollte, ich habe schon oft vorher mit ihr gesprochen aber die Erklärung dazu was es in mir ist, die habe ich erst in den letzten Jahren erfahren und seid dem ist es auch besser irgendwie, es anzunehmen...

Ich weiß viele werden sagen so was gibt es nicht, so was kann es nicht geben ... aber ich weiß das sie da ist , das sie traurig ist und wütend...weil sie so viel durchmachen musste ,sie war es bei mir, die mich hat verdrängen lassen und seid ich an sie glaube seid ich sie wahrnehme, lässt sie auch hier und da Erinnerungen zu.

Und ich komme nicht immer so an sie ran, wie ich es gerne würde, ich möchte ihr zeigen und erklären, das wir nicht schuld daran sind ,was uns geschah ihr zeigen das wir kämpfen müssen, nicht aufgeben dürfen um es verarbeiten zu können, damit leben zu können, mit dem missbrauch.

Wie erkläre ich es am besten, es ist so schwer und ich denke wer es nicht erlebt, kann es auch schwer nachvollziehen wovon ich hier schreib .Und ich weiß es gibt viele, denen es geht wie mir und jedem sein inneres Kind macht sich anders bemerkbar, bei mir ist es ein Gefühl, in mir drin, eine kleine Kinderstimme , die in meinem kopf mitdenkt und die in mir schreit und weint und Gefühle erzeugt, die ich einfach nicht erklären kann, so gerne ich es oftmals täte, sie ist die verletzte Person und doch wirkt sie oftmals sehr viel stärker als ich... obwohl, wenn ich es genau nehme, ich es ja bin, aber es sind eben die alten Gefühle die immer wieder in mir hoch kommen , mein inneres Kind ist etwa 7 oder 8 Jahre alt, sie ist trotzig wütend traurig und manchmal auch recht albern und ausgelassen.

Meine erste bewusste Begegnung, hatte ich mit ihr , als ich einen film sehen wollte, ich wartete darauf das er anfängt und in mir die stimme, sieh ihn dir nicht an und ich dachte ,naja , wieder schön wegschieben, der Film handelte von einer Multiplen Frau, die darüber berichtete... Als der Film endlich anfing, lag ich da und sah den Anfang, dann wachte ich auf, als der Film vorbei war und in mir die stimme: siehst du? ich sagte doch sieh in dir nicht an , du bist müde und dann in mir ein Kinderlachen ,ich zitterte am ganzen Körper und dachte, jetzt wirst du verrückt. Nach diesem Vorfall sprach ich das erst mal darüber ,auch öffentlich, erfuhr so, das es auch anderen so geht wie mir, ich bin auch damit nicht allein. Es warfen sich fragen auf, was ist ein inneres Kind? Wie bemerkt man das, wie geh ich damit um ect.

Ich fing, durch meine Gedanken daran, an mich intensiv mit ihr zu befassen, auch wenn es sich komisch anhören mag, ich sprach sie irgendwann an, fragte bist du da? und wenn es mir schlecht ging fragte ich, was los sei, warum sie so traurig oder wütend ist. Es war kein lautes sprechen von mir, eher die Gedanken und Fragen gedacht, wenn ich allein war , es auch mal geflüstert. Einmal da ging es mir richtig schlecht , merkte eine innere Unruhe, die ich mir äußerlich kaum erklären konnte. ich nahm mir zeit , setzte mich aufs bett und sprach sie an. Sie solle ruhiger werden es kann ihr nichts mehr passieren ,ich bin jetzt da um sie zu beschützen. Sie wurde ganz ruhig, meine zitternden Hände hörten auf und wurden ruhiger, mein Herzschlag wurde flacher und so schlief ich ein. irgendwie war es wie Friede in mir.

Das schönste und erschreckende für mich war , das sie immer zu in mir war...sich aber erst ab da gezeigt hat, als sie spürte, das ich es möchte, das ich anfing an sie zu glauben und das tue ich, denn ich brauche sie um verarbeiten zu können, sie hat für mich erlebt und ertragen...sie gibt mir Bilder und die Gefühle ,eben meine Erinnerungen. Das innere Kind ist in jedem von uns, durchgehend sie schlafen ,schlummern, beobachten, bis sie merken es ist zeit sich zu zeigen, ich habe einen Spruch, der mir hilft auf sie eingehen zu können:

„In dem du vertraust, folgst du der Stimme Deines Inneren Kindes, Dein inneres Kind vertraute Dir schon immer“ Diese Essenz bringt Dich wieder in Kontakt mit Deinem inneren Kind, mit dem absolut unschuldigen, vertrauensvollen, klaren Herzen des Seins. Du bekommst die Kraft und Vitalität eines Kindes, denn auch dieses Potential steckt in Dir. Es ist eine besondere Essenz für das beginnende Zeitalter, in welchem Du Dich immer mehr mit dem Wesen Deines inneren Kindes verbinden kannst. Dein inneres Kind wartet auf Dich. Du kannst es! )

Das sind meine Erfahrungen bis jetzt, mit meinem inneren Kind, mein Weg und mein Ziel ist es, mich ganz mit meinem inneren Kind auszusöhnen, damit ich das was sich in mir Abgespalten hat, wieder zusammenfügen kann um wieder eins zu werden.

© by Heike (geschrieben 2002)