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Vorwort:

Was gesagt werden muss

 

Missbrauch:

Es geschieht immer wieder

 

Trauer:

Verletzte Gefühle

 

Wut:

Gegen dich, gegen mich, gegen euch

 

Hoffnung: 

Licht am Ende des Tunnels

 

Träume:

Hoffen und bewältigen

 

Leben:

Der Blick nach vorn

 

Sinn:

Die Frage nach dem Warum

 

Geschichten:

Ich schreibe darüber

Sinn: Die Frage nach dem Warum

 Wege ins Nichts


Wenn sich die Tage schwer bewegen,
sich selbst der Sonne Glanz empört,
dann seht, ihr Leut' dort auf den Wegen,
wird irgendwo ein Kind zerstört.

Voll Edelmut und voll von Zielen,
das Euch das Leben sollte sein,
verleugnet Ihr auf allen Wegen,
das Leben; lasst das Kind allein.

Ihr seht hinein in seine Augen,
und seht nicht wie der Tod dort ruht,
erfüllt ist Euch das ganze Leben,
mit Pflicht und Tat, doch ohne Mut.

Verlassenheit und stille Tränen,
Verzweiflung, ja; und Einsamkeit,
Ihr Leute dort und hier und droben,
ihr seht das Kind nicht, nur den Leib.

Mein Herz zerspringt in tausend Teile,
weil jetzt ein Kind geschändet wird,
Ihr seht es nicht, seid sehr in Eile,
Euch stört es nicht, wohin es irrt.

Von Gier da seid Ihr so besessen,
Ihr seht ihn nicht, den stillen Schrei,
Ihr habt die Not einfach vergessen,
im Herzen ist kein Platz mehr frei.

So sterben sie, die kleinen Seelen,
die leben doch in alter Haut,
wir wollen ihnen uns nicht geben,
weil vor der Not uns furchtbar graut.

So schließt auch Du stets Deine Augen,
und schaust nur was Dir angenehm;
ach Du mein Freund, das kann nicht taugen,
das ist's, wofür ich so mich schäm'.

Es kommt der Tag, er kommt für jeden,
Du wirst allein und sterblich sein,
wenn Lüge ist, was wir denn leben,
dann wird der Tod ganz furchtbar sein.

Und siehst Du nicht, was klar und offen,
was Not und Elend wortlos schrei'n,
dann fehlt Erbarmen, fehlt die Liebe,
weil Du sie lässt, so ganz allein.

Gut oder schlecht

"Gut oder schlecht" –

so lehrte man mich meine Gefühle zu bewerten.

Die guten ins Köpfchen und nach außen tragen,

die schlechten brav runterschlucken.

Ich war so lange "gut",

bis ich nichts mehr schlucken konnte.

So lernet ich mühsam, mich von "gut und schlecht" zu trennen –

zu sein, wie ich bin – für viele auf einmal unbequem.