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Vorwort:

Was gesagt werden muss

 

Missbrauch:

Es geschieht immer wieder

 

Trauer:

Verletzte Gefühle

 

Wut:

Gegen dich, gegen mich, gegen euch

 

Hoffnung: 

Licht am Ende des Tunnels

 

Träume:

Hoffen und bewältigen

 

Leben:

Der Blick nach vorn

 

Sinn:

Die Frage nach dem Warum

 

Geschichten:

Ich schreibe darüber

Träume: Hoffen und bewältigen

 Nachtvogel

 

Sie haben den Vogel der Nacht mir gewoben,
sein Nest  ihm ganz tief mir ins  Herz gebaut,
mit ihm ist mir all meine Hoffnung entflogen,
weil ich nur dem Dunkel der Angst hab’ vertraut.

Verließe voll Ratten und Netzen von Spinnen,
der Schrecken war Bett mir und Decke das Leid.
Ich suchte das Bild, doch vergebens mein Sinnen,
es hat mich bis heute nicht wirklich befreit.

Ermattet, gemartert, gequält und geschunden,
verlassen der Strand und versunken das Boot ,
zerfetzt sind die Lieder, die Klänge verschwunden,
die Seele, die Liebe, noch immer in Not.

Wie Nebel, so tanzen die Schwaden der Träume,
wo nichts blieb als Stille und Leere, kein Ort,
auf Wiesen, mit Blumen, den Flügeln der Kleinen,
errichtet sich dennoch des Schmetterlings Hort.

Aus mir  weicht das Dunkel, zerfließt in der Sonne,
die täglich auf’s Neue die Schwere vertreibt.
Ich liebe und leide, such’ Leben und Wonne,
damit für das Leben die Kraft bei mir bleibt

 

 

Mein Stern

 

Sterne, die am Himmelszelt

seit Ewigkeiten funkeln
Bis heute sind sie ungezählt,

zeigen sich nur im Dunkeln

Mein Stern.
Er glitzert, funkelt, blinkt.
Heut’ ganz besonders helle.
Bewegt sich erstmals von der Stelle,
losgelöst vom Universum.
Ganz allein auf sich gestellt,
nähert er sich meiner Welt

Verzweifelt zeigt er seine Pracht,
erhellt noch einmal diese Nacht.
Ich seh’ wie er ums Leben ringt,
zischend dann im Meer versinkt.

Ich weine als es dunkel wird
um meinen Stern, der vor mir stirbt.

 

by Rosi