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Vorwort:

Was gesagt werden muss

 

Missbrauch:

Es geschieht immer wieder

 

Trauer:

Verletzte Gefühle

 

Wut:

Gegen dich, gegen mich, gegen euch

 

Hoffnung: 

Licht am Ende des Tunnels

 

Träume:

Hoffen und bewältigen

 

Leben:

Der Blick nach vorn

 

Sinn:

Die Frage nach dem Warum

 

Geschichten:

Ich schreibe darüber

Trauer: Verletzte Gefühle

Wisst ihr, wie das ist
morgens aufzuwachen
sich festhaltend an allem was da ist
im Grauen der Vergangenheit noch halb gefangen
verzweifelter Versuch in der Gegenwart anzukommen
nie wieder aufstehen zu können um dann,
nach einer kleinen Ewigkeit
doch wieder aufzustehen und weiterzugehen
die Schatten der Nacht hinter sich lassend
wohlwissend, dass sie geduldig warten
auf den nächsten unachtsamen Moment.

Wisst ihr, wie das ist Tage zu leben
an denen es kalt bleibt
einen nach dem anderen
begleitet von uralten Gefühlen
im ständigen Bemühen zu entkommen
wo es kein Entkommen gibt
die Erinnerung fliehend
und doch auf der Suche danach
auf der Suche nach uns selbst.

Wisst ihr, wie das ist reden zu müssen
über Dinge, die uns sprachlos machen
vertrauen neu lernen zu müssen
ohne zu wissen, was geschieht
begreifen zu müssen wofür es keine Erklärung gibt
sich selbst kaum zu kennen
das zu hassen, was man kennt
weil es überlebt hat überlebt,
aber nicht vergessen.
Trotzdem zu leben zu lachen und zu lieben
nach außen so wie ihr
und zu wissen, wie das ist.

© Hannah Milena 21.01.04

 An eine Mutter


Öffne die Augen,
sieh genau hin,
denn das was du sehn willst,
ist nicht dein Kind.

Öffne die Augen,
hast du schon entdeckt,
dass sich hinter dem Lachen
ein Weinen versteckt?

Öffne die Augen,
hast du schon gesehen,
dass viele Gedanken das kleine Herz quälen?

Öffne die Augen, hast du keinen Verdacht,
welch' schlimme Erfahrung das Kleine durchmacht?

Öffne die Augen, merkst du denn nicht,
wie vor deiner Nase eine Seele zerbricht?

Öffne die Augen,
sei bitte nicht blind!
Die zerbrochene Seele
gehört deinem Kind!

 

Alina