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Unsere
Meinung zum Theaterstück "Hau ab" von Dirk
Bayer
Im
März 2003 fiel Katja eine Anzeige in der Zeitung auf.
Dort wurde auf ein Theaterstück für Kinder hingewiesen.
Inhalt und Sinn des Theaterstücks war die Kinder vor
Kindesmissbrauch zu schützen. Ihnen Verhaltensmöglichkeiten
zu zeigen indem verschiedene Situationen vorgespielt wurden.
Katja informierte mich und zusammen fuhren wir dann nach Bamberg
um uns das Stück anzusehen.
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| Katja
sah in dem Stück folgendes: |
Nicht ein Aspekt
wird in diesem Stück ausgelassen. Sei es das "Geheimnis" welches
Onkel Heinz mit Annemarie gerne haben möchte und von dem die Mama
nichts wissen soll oder der Hinweis auf das innere Gefühl, auf das
man immer hören soll. Die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn
man alleine auf den Nachhauseweg ist und Angst hat, wird genauso
geklärt, wie der Hinweis auf mögliche Personen, die man ins Vertrauen
ziehen kann. Den Kindern wird erklärt, warum sie im Notfall besser
"Hau ab!" anstatt "Hilfe" rufen sollen und natürlich wird das auch
gleich kräftig geübt. "Euer Körper gehört euch und nur ihr habt
darüber zu bestimmen" ist die Kernaussage, die auch von Dirk und
Evi - den beiden Darstellern - am Ende des Stücks noch einmal deutlich
unterstrichen wird.
Trotz des ernsten
Themas wird auf komische Einlagen auch nicht verzichtet, die Kinder
sind begeistert und man merkt Dirk und Evi an, dass ihnen die Arbeit
mit Kindern Spaß macht. Eine rundherum gelungene Aufführung. Meine
Einschätzung von diesem Stück: Es gibt kaum bessere Möglichkeiten,
ein Kind auf eine solche Situation vorzubereiten. Ein Kind welches
im Klassenzimmer beobachtet (oder sogar selbst mitgespielt) hat,
wie es sich einem "Onkel Heinz" gegenüber wehren kann, wird sich
im Notfall daran erinnern. Und selbst wenn es sich in diesem Moment
nicht gleich wehren kann, so wird es doch zumindest wissen, dass
"Onkel Heinz" nicht das Recht hat solche Sachen zu tun und dass
es Möglichkeiten gibt Hilfe zu holen.
Ich stimme Katja
mit dieser Aussage in allen Punkten zu. Ich bin begeistert vom Inhalt
des Stückes, von der Darstellung durch Dirk und Evi und von
der Gabe der Beiden, den Kindern auf spielerische Art und Weise
ein ernstes Thema näher zu bringen. Das habe ich als Betroffene
und als Engagierte so empfunden. Als Betroffene schoss mir bei der
"Onkel Heinz" - Szene in den Kopf, das mir einiges erspart
geblieben wäre wenn es solche Theaterstücke auch früher
schon gegeben hätte.
Bine
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