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Bevor
ihr hier anfangt zu lesen möchte ich euch bitten
das ihr euch nachher mal den Link "Wichtig!!!"
anschaut. Der Beamte der diese Fragen beantwortet
hat, hat auch eine Auflistung von den Dingen zusammengestellt,
die man beachten sollte wenn man Opfer eines Sexualdeliktes
oder Ansprechpartner eines Opfers ist. Es ist wirklich
sehr wichtig. Denn es erspart der Polizei eine Menge
Arbeit und macht für euch eine Beweissicherung
einfacher.
Fragen an einen Kripobeamten: |
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| 1.)
Warum bist du Polizist geworden? Was war deine Motivation
dass du diesen Beruf ergriffen hast? |
| War
und ist mein Traumberuf. Fabrik oder Büro ist für
mich nicht vorstellbar. Solche "Freiheiten" und
Kreativität habe ich sonst kaum. Komme mit allen
Bevölkerungsschichten zusammen, vom Penner bis zum
Bundespräsident. |
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| 2.)
Wurden deine Erwartungen in diesen Beruf erfüllt
oder sieht die Realität anders aus? |
| Als
ich zur Polizei kam, war mir klar, dass ich schlimme
Sachen sehen werde. Diese wurden in der Ausbildung
kaum angesprochen. Jedoch ist die Realität brutaler.
Ich habe Sachen gesehen und erlebt, die ich mir
in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte
und die auch kein Fernsehsender je zeigen wird.
Viele Dinge werden mich bis an mein Lebensende verfolgen,
z.B.: Tod von Kollegen im Dienst, Verbrennen von
3 Personen - diese lebten noch -in einem Pkw und
konnte nicht helfen. |
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| 3.)
Siehst du dich als Polizist als jemand, der die
Rechte des Staats vertritt, oder als jemand, der
die Rechte der Schwachen vertritt? |
| Sowohl
als auch.Ich glaube, dass es Schwache nicht gibt.
Jeder hat in einem Rechtsstaat Ansprechpartner,
man muss nur wissen, an wen ich mich wenden soll.
Informationsmöglichkeiten darüber gibt es genug.
Ist auch keine Frage des Geldes, da springt unter
Umständen der Staat ein. Merke: Recht bekommen bzw.
haben, sind verschiedene Dinge. Gerechtigkeit wird
es nie geben. Wer daran glaubt, ist ein Traumtänzer.
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| 4.)
Findest du dass die Gesetze den Opfern genügend
Unterstützung geben? dass die Gesetze dir die Möglichkeit
geben, für die Opfer einzutreten? |
| Gesetze
unterstützen die Opfer in verschiedenen Bereichen
nur bedingt. Jedoch ist Recht wandelbar und dem
Zeitgeist unterworfen. Ich kann nur im sogenannten
"ersten Angriff" dem Opfer- per Gesetz helfen-weiteres
regelt (oder auch nicht) die Justiz, Ordnungsämter,
Jugendämter usw. |
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| 5.)
Immer wieder hört man von Opfern Sätze wie: "der
Polizist der mich verhört hat wollte jedes Detail
wissen. Wahrscheinlich hat es ihn auch noch aufgegeilt
als ich alles erzählen musste." Was sagst du dazu? |
| Verstehe
ich, stimmt aber absolut nicht. Bei Vergewaltigungsopfern
oder Sexualstraftaten kommt es darauf an, was hat
der Täter mit dem Opfer gemacht? Dies hat mit der
rechtlichen Einordnung der begangenen Straftat zu
tun und allen nachfolgenden Maßnahmen. Vorführung
beim Richter, Haftfrage, Verbrechens-oder Vergehenstatbestand.-
unterscheidet sich in der angedrohten Freiheitsstrafe,
wie z.B. bei Verbrechen nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe,
sofern nicht Rechtfertigungsgründe vorhanden sind.
Diese führen dann bei schwersten Taten zu heftigen
Diskussionen bei Politikern und der Bevölkerung.
Ich kann nur dann eine Vergew. haben, wenn der Penis
in die Scheide eingedrungen ist. Einmal genügt.
Alles andere ist der Versuch der Vergewaltigung,
sex. Nötigung usw. Ich habe selbst schon Vergewaltigungsopfer
vernommen. Du fühlst dich selbst nicht gut dabei,
weil du eben diese rechtlichen Fragen stellst. Ich
versuche, vor der Vernehmung auf die Opfer einzugehen
und erkläre ihnen, warum diese Fragen gestellt werden.
Hatte aber öfters das Gefühl, dass durch meine Fragen
die Frau nochmals vergewaltigt wird. Es wird die
Kleidung wegen Spermaspuren sichergestellt, das
Opfer kommt zum Arzt(Auskämmen des Schamhaars, Scheidenabstrich
usw.) Nicht angenehm für das Opfer, kann ich mir
vorstellen. Mittlerweile hat sich jedoch die Situation
gebessert und es sind auf jeder Dienststelle Frauen
und dies rund um die Uhr. Auch die Sitte selbst,
hat grundsätzlich Frauen beschäftigt. Jedes Opfer
kann verlangen, von einer Frau vernommen zu werden.
Diese wird keine anderen Fragen stellen, als ein
männlicher Kollege. Die Vernehmung verläuft dann
eventuell "gelockert" ab, sofern man davon sprechen
kann. Letztendlich, es geilt sich keiner von uns
auf, absolut nein. Ich kann nur jedem Sexualopfer
raten, zur Polizei zu gehen, die Scham zu überwinden
und Angaben zu machen. Die Kriminalstatistik zeigt
deutlich, die Möglichkeit Opfer einer Sexualstraftat
oder eines Tötungsdelikts zu werden, besteht zu
ca. 90% im Freundes-oder Familienkreis. Ich denke,
wer als Täter einmal solch eine Sexualstraftat begangen
hat, tut es wieder. Dem Täter geht es hierbei nicht
um Sex, sondern um Macht. Er will das Opfer beherrschen,
erniedrigen, es muss ihm zu Willen sein. Solche
Gefühle will er immer wieder. Deswegen ist auch
die Diskussion über Kastration des Täters völlig
unsinnig. Sex oder Macht entsteht im Kopf, nicht
im Schwanz, der ist nur ausführendes Organ. Nochmals,
geht zur Polizei, Rechtsanwalt oder wem auch immer.
Macht es in eurem Interesse, denkt an euch, nicht
an den armen Täter. Dem wird vermutlich mehr geholfen
und dies noch auf Kosten der Allgemeinheit. Laßt
euch nicht durch Strategien von verschiedenen Rechtsanwälten
vor Gericht einschüchtern, die euch in die Ecke
von Flittchen, häufigen Männerbekanntschaften usw.
drängen wollen. Tut es, die Polizei und die Justiz
ist nicht euer Feind, auch wenn sie nur bedingt
helfen kann. Den Schmerz können wir nicht lindern.
Wir können aber eine Ausgangsbasis schaffen, die
euch u.U. das weitere Leben wieder lebenswert macht.
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| 6.)
Wie fühlst du dich, wenn du mit Kindesmissbrauch
zu tun hast? Wie gehst du mit diesen Gefühlen um? |
| Kindesmissbrauch
ist sehr schlimm. Wenn du diese gebrochen Herzen
oder Augen siehst, zum Kotzen. Diese Täter hasse
ich. Ich habe einmal einen Mörder erlebt, welcher
ein Frau aus Habgier umbrachte. Diese Tat war besonders
grausam, weil sie als Verkehrsunfall getarnt werden
sollte. Er versuchte ihr ca. 30 Minuten lang das
Genick zu brechen, was ihm dann auch gelang. Dieser
eiskalte Mörder befand sich mit einem Kinderschänder
in einer Zelle. Wenn Kinder am Knast vorbei gingen,
hing der Kinderschänder am Gitter und schwor, wenn
er demnächst wieder frei ist, fickt er das nächste
Kind. Originalton. Über mich gelang es dem Mörder,
in eine andere Zelle verlegt zu werden, weil er
diesen Menschen nicht mehr ertragen konnte. Soweit
die Wertigkeit von Kinderschändern. Über meine Gefühle
möchte ich in diesem Fall nicht reden, da ich selbst
Vater einer 13 Jahre alten Tochter bin. Alles, was
ich jetzt dazu schreiben würde, wäre falsch. |
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| 7.)
Interessierst du dich beI Verbrechen eher für die
Täter oder für die Opfer? |
| Kommt
auf den Stand des Verfahrens an. Zuerst natürlich
für das Opfer, ganz klar. Dann für den Täter. |
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| 8.)
Interessiert es dich, wie es den opfern geht? Verfolgst
du das weiter oder genügt es für dich, wenn der
Täter gefaßt ist? |
| Natürlich
interessiert es mich, wie es dem Opfer geht. Kontakte
entwickeln sich aber selten. Meist sieht man es
noch bei einer Gerichtsverhandlung und das war es
dann. Viele legen auch keinen Wert darauf. |
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| 9.)
Wie fühlst du dich wenn der Täter nie gefasst wird?
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| Kommt
auf die Tat an. Hatten z.B. 1988 einen Lustmord
(mit teilweise sexuellen Motiven) an einer jungen
Schülerin. Der Täter ist bis heute nicht gefasst.
Jeder von uns, der mit der Aufklärung der Tat beschäftigt
war, träumt davon, den Täter eines Tages zu fassen.
Der Fall kam auch schon öfters in XY usw. Mittlerweile
haben wir neue Hinweise und ich bin zuversichtlich.
Du selbst fühlst dich dabei nicht gut und denkst
oft daran, überdenkst deine Arbeit, wurden Fehler
gemacht, was ist noch zu tun? |
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| 10.)
Ist es für dich "egal" ob das Opfer ein Kind oder
eine Erwachsener ist? |
| Nein.
Egal was mit einem Kind passiert, es belastet dich.
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| 11.)
Wie gehst du selbst mit der Belastung um, oft hautnah
bei Verbrechen dabei zu sein? Weweit berührt es
dich selbst? Wo sind deine Grenzen? |
| Wie
gehe ich mit meinen eigenen Belastungen um? Man
muss das wegstecken können, sonst gehst du kaputt.
Zur Zeit kann ich das noch. Was irgendwann diesbezüglich
kommt, weiß ich nicht. Ferner ist eine Ehefrau mit
starken Nerven erforderlich, die die Gabe hat, verschiedene
Dinge geduldig anzuhören. Ich weiß von ihr, manchmal
schläft sie deswegen nicht gut. Also erzähle ich
ihr auch nicht mehr alles. Jeder von uns hat seine
eigene Methode, auch Alkohol. Leider. Betrifft aber
nicht mich. Ich erwische mich jedoch ab und zu,
dass ich immer wieder Lichtbilder von bestimmten
Fällen betrachte. Zum Beispiel, die mit den 3 verbrannten
Personen, die ich anfänglich erwähnt habe. Grenzen
gibt es keine. Ich kann nicht am Tatort stehen und
weinen. Wie es dabei in mir selbst aussieht, geht
in diesem Moment keinen was an. Ich habe meine Arbeit
zu erledigen. Alles andere geht nicht. Ich erinnere
mich immer wieder an ältere Kollegen, die dir die
Praxis zeigten und dabei grinsend sagten: "Du hast
das Recht zum Kotzen, wenn du dich ausgekotzt hast,
geht es weiter |
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| 12.)
Wenn du selbst in irgendeiner Weise (mit)betroffen
bist: Macht es das für dich schwieriger oder leichter,
dich damit im Beruf auseinanderzusetzen? |
| Diesen
Fall habe ich noch nicht erlebt. Wäre ich aber (mit)
betroffen, würde ich den Fall nicht bearbeiten.
Ist eine alte Regel bei uns. Geht auch nicht aus
logischen Gründen. |
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| 13.)
Was bemängelst du am Polizeiwesen im Bezug auf Kindesmissbrauch
und Kinderpornographie? |
| In
Bezug auf Missbrauch und Kinderpornographie gibt
es nichts zu bemängeln. Wir reagieren so gut wir
können. Diese Frage kannst du der Politik stellen,
die immer mehr Stellen bei uns einspart. Aber, auch
wir unterliegen dem Wandel der Zeit. Mittlerweile
gibt es bei uns Computerspezialisten, die solchen
Dingen im Internet nachgehen. Leider ist dies eine
Frage des Geldes. In unserem Bundesland wurde in
dieser Richtung jedoch viel getan. Anfänge in die
richtige Richtung sind gemacht. Kriminalität im
Internet-speziell diese-hängt auch mit dem Anzeigeverhalten
des Users zusammen. Habe ich den Mist auf der Festplatte,
auch nicht gewollt, weil ich MP 3 laden wollte,
läuft ein Verfahren gegen mich. Wer will das schon?
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| 14.)
Was hättest du für Vorschläge dazu? Was könnte anders
sein? Was müsste man ausweiten? |
| Stelle
diese Frage der Politik. Ich erlasse keine Gesetze
und verteile Gelder an Behörden und erarbeite Stellenpläne.
Es geht nur, wenn noch mehr überwacht wird und das
Anzeigeverhalten sich ändert. Siehe Punkt 13. Erkläre
mal dem Tatenschützer (nennt sich auch Datenschützer),
wir wollen noch mehr Überwachung. Erspare mir die
Anwort. Die bemängeln jetzt schon, es würden zuviele
Überwachungen durchgeführt. Und dann, es muss ein
Anfangsverdacht vorliegen, damit wir tätig werden.
Einfach so überwachen, geht nicht. |
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| 15.)
Gibt es für dich "interessantere" und "wenigerinteressante"
Fälle im Bezug auf Sexualdelikte? Kniest du dich
in manche Fälle mehr rein wie in andere? |
| Alle
Fälle sind interessant. In manche kniet man sich
nicht so hinein. Wird die Oma mit 80 Jahren von
einem Gliedvorzeiger erschreckt, wird sie das ohne
Schäden überleben. Das bedeutet aber nicht, dass
nichts getan wird. Die Antwort wird einigen nicht
gefallen, kann aber damit leben. Andere lassen dich
nicht in Ruhe und es wird mehr getan. |
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| 16.)
Sind für dich die deutschen Gesetze im Bezug auf
Sexualstraftaten okay, zu lasch oder zu hart? |
| Im
Grunde sind unsere Gesetze gut, wenn die Justiz
sie rigoros anwenden würde. Es gibt für mich teilweise
Urteile, die verstehe ich nicht. Was soll ich machen?
Ist halt so. Mehr sage ich dazu nicht. |
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