Zahlen/Fakten
 .
Dunkelfeld
Polizeizahlen 2002
Studien / Infodrucke
,
,
,
,
,
,
,
,
:
:
:
:
:
:
:
.
.
Nein!!! - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
 

Dunkelfeld

was muss man darunter verstehen? Zum Dunkelfeld gehören die Fälle von Missbrauch die stattfinden, aber nie an die Öffentlichkeit kommen. Und das sind sehr sehr viele. Die Gründe dafür das nicht angezeigt wurde sind vielseitig.

Was ich jetzt darüber schreibe ist keine Definition von mir. Ich finde aber das sie alles aussagt. Unter dem Link "Studien" findet ihr dann noch "genauere" Berichte im Bezug auf die Dunkelziffer. Die aber natürlich nicht belegt werden können.


Ich habe eine Kinderschreie-Interne Umfrage gemacht. Das Ergebnis ist - meiner Meinung nach - Ein Spiegel für das was wir hinter dem "Dunkelfeld" sehen können. Etwas gibt es aber zu bedenken bei dem was ich euch hier bildlich als Ergebnis darstelle. Bei den Zahlen wurde immer davon ausgegangen das EIN Kind EINEN Täter angezeigt hat. Es zeigt nicht wieviele Kinder der Täter noch missbraucht hat. Und das das die Regel ist - nämlich das Kinderschänder meistens Mehrfachtäter sind, das wurde wissenschaftlich und polizeitechnisch, schon oft bestätigt.
 
Ergebnis der internenen Umfrage. Geantwortet hatten 76 Betroffene:
IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII II (76)
Täter nicht angezeigt:
IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIII (59)
Täter angezeigt:
IIIII IIIII IIIII II (17)
davon:
Freispruch, Einstellung des Verfahrens, keine Strafverfolgung:
IIIII IIIII II (12)
Schwebende Anzeigen/Verfahren:
III (3)
Täter verurteilt zu Gefängnis:
I (Urteil: 3 Jahre 8 Monate für Missbrauch von 4 Kindern) (1)
Täter verurteil auf Bewährung:
I (Urteil: 1Jahr 6 Monate / 3 Jahre auf Bewährung für Missbrauch von 3 Kindern) (1)
 
Das Dunkelfeld der Sexualstraftaten

Sexualstraftaten sind so genannte Anzeigedelikte, d.h. Straftaten, deren Erfassung, Aufklärung und Verfolgung wesentlich davon abhängt, ob die Opfer Anzeige erstatten oder nicht. Anders als etwa beim Wohnungseinbruch oder beim Kfz-Diebstahl, wo die Geschädigten meist schon wegen der zu erwartenden Versicherungsleistungen Anzeige erstatten, gelten Sexualdelikte, namentlich solche mit vorausgehenden nennenswerten Täter- Opfer-Beziehungen, als deutlich unterberichtet. Opfer scheuen vielfach den Gang zur Polizei, weil sie Nachteile befürchten, z.B. eine sekundäre Viktimisierung durch anstrengende Vernehmungen, weil sie sich mitschuldig fühlen oder weil sie Angst vor den Reaktionen ihres Umfelds haben. Das dadurch bestehende Dunkelfeld der Sexualkriminalität ist naturgemäß schwer abzuschätzen, da es zum einen in Deutschland bislang keine regelmäßigen Opferumfragen oder Kriminalitätsbelastungsstudien gibt, andererseits aber auch solche Studien nur einen Teil des Dunkelfeldes aufhellen können. So stellt sich etwa die Frage der Repräsentativität der untersuchten Stichprobe (Größe, Erreichbarkeit, Teilnahmebereitschaft) sowie der Zuverlässigkeit der jeweils gewonnenen Angaben (Leugnung versus Übertreibung der tatsächlich erlebten Viktimisierung). Nicht zuletzt kann auch die Befragungsmethode (z.B. offene, geschlossene Fragen, schriftliche oder mündliche Interviews) einen nicht geringen Einfluss auf die erzielten Ergebnisse haben. In der einschlägigen Literatur schwanken die berichteten Dunkelziffern, also das Verhältnis der bekannt gewordenen zu den tatsächlich begangenen Sexualstraftaten zwischen 1:5 und 1:20. Diese hohe Spannbreite hängt mit verschiedenen methodischen und definitorischen Aspekten der referierten Studien zusammen, wie z.B. Stichprobenauswahl, Befragungsmethode und verwendete Fragestellung (z.B. Delikte mit und ohne Körperkontakt). Mitunter werden auch Ergebnisse ausländischer Studien unkritisch übernommen, ohne dass länderspezifische Besonderheiten oder Unterschiede in der strafrechtlichen Klassifikation der Delikte hinterfragt werden. Andere Studien sprechen von 1:10 bis 1:30. Konkrete Zahlen gibt es in diesem Bereich Dunkelfeld nicht. Siehe die Begründung oben. Aber was nicht von der Hand zu weisen ist, ist die Tatsache das die Dunkelziffer weit höher ist als die angezeigten Fälle.