Gedanken in mir
 .
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Nein!!! - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
 
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Es und ich, ich und Du?

Schläft es?
stirbt es?
lebt es?

Ist es müde oder gibt es auf?
Bin ich die Hülle und es der Kern?
Oder bin ich der Kern und es ein Teil davon?

Wer beschützt wen?
Wacht es auf?
Es ist ich. Wer bin dann ich?

Ich bin nicht es.
Wenn doch, warum mach ich mir Angst?
Fühle ich es?
Fühlt es mich?

Kleiner schwarzer Kern in mir. Wer bist du?
Was willst du?
Was tust du?

Ich weiss du bist da.
Du bist es. Bist du ich?
Schliesst du Schmerzen und Emotionen in dir ein?
Sind wir eines?

Sind das meine Gedanken oder deine?
Ich oder du?
Es oder ich?
Es tut mir nicht weh. Es quält mich nicht.
Jetzt nicht. Und später?
Hast du mich vorher gequält oder ich mich selbst?

Kleiner schwarzer Kern..... was kommt nohc?
Noch mehr Geheimnisse?
Noch mehr Bilder?
Oder langer traumloser Schlaf für immer?

Ich spüre du lebst. Ich lebe.
Kann ich mit dir leben?
Ich will nicht mit dir leben.
Du machst mir Angst.
Oder mache ich mir Angst?

Schlaf noch weiter.
ich bin noch nicht wieder bereit für uns.

 

Geheimnis

"Hast du ein Geheimnis Bine?"
Ja, ich habe ein Geheimnis...

Mein Körper kennt es, aber er fühlt es nicht
Mein Verstand denkt darüber nach, aber er sagt mir nichts
Meine Seele erlebt es, aber sie verrät es mir nicht
Mein Herz schlägt deswegen schneller, aber es redet nicht mit mir
Mein Schlaf leidet darunter, aber er zeigt es mir nicht.

Habe ich ein Geheimnis?

Nein, ich bin ein Geheimnis.
Das hat er mir ja auch immer wieder gesagt.

"Es muss unser Geheimnis bleiben"

Ich habe es gut gelernt....

Raus!

In mir - Unruhe...
raus, raus.....ich muss raus aus den vier Wärnden hier.
Raus aus meinem Leben.
Raus aus meinen Gedanken.
Flüchten, egal wohin:
Normalität. Spass, Freude
Leben, einfach nur leben.

Etwas hält mich zurück.
Du darfst nicht,
Du kannst nicht,
Du sollst nicht.

Ich will aber!
Mein Wille? Davonlaufen?
Sein Wille? Euer Wille? Dein Wille?

Leben spüren, Leben geniessen.
Leben atmen, Leben erleben.

Fühle mich wie in einer Gruft
Gefangen wie ein Schmetterling in seiner Puppe.
Wie eine Blume in ihrer Knospe.
Wie eine Seele in einem funktionierenden Körper.

Seele, will meine Seele raus?
Ist sie nicht tot? Gestorben vor vielen Jahren?
Und doch mit einem Rest von Atem,
der nicht aufhört zu schnaufen?
Tot sein und atmen? Geht das?

Egal, ich will einfach raus.
Etwas will raus.
Egal was es ist. Ich fühle es.
Weiss nur noch nicht ob ich auf es hören soll....

 

Berg und Tal

Manchmal stelle ich mir vor ich sitze auf einem Berg
und ich schaue in das Tal vor mir hinunter.
Symbol für das was ich schon alles geschafft habe.

Und dann weigere ich mich mich umzudrehen.
Denn dann würde ich den Berg sehen.
Der noch hinter mir steht.

Oft wäre es mir lieber.
Ich hätte das "hinter mir" vor mir liegen.
Um es erkennen zu können.

 

Abgrund

Ich wusste nicht das ich so nahe dran stand...
so nah am abgrund wie schon lange nicht mehr.
Sonst sehe ich die Vergangenheit die mir im Nacken sitzt.
Diesmal war es die Gegenwart die zu leise hinter mich trat
und mich dann in den Abgrund schubste.
Als sie mir näher war als alles andere..

sicher....glücklich... beschützt.
So stand ich am Abgrund ohne ihn zu sehen.
Und der Stoss kam. Gnadenlos.
Der Stoss durch die Gegenwart.

Die Vergangenheit ist der Sog der mich immer weiter
in den Abgrund zieht.
Die Zukunft der Ort wo ich aufprallen werde.

Keine Leitern diesmal. Keine helfenden Hände.
Die Leitern die stehen haben morsche Sprossen.
Die Hände die halten könnten haben zugestossen..

Einsam.... ich fühle mich einsam.
Einsam weil die Gegenwart so weit weg ist.
Die Vergangenheit so nah wie selten,
Die Zukunft so ungewiss.

Wem kann ich trauen?
Wem kann ich erzählen?
Wer hört mir zu ohne mir damit weh zu tun?

Wo ist das Leben das vorm Abgrund noch so schön war?
Wo ist meine beschützte Gegenwart?
Meine ferne Vergangenheit?

Abgrund..... ich falle und falle
Kein Ende in Sicht, kein Licht am Ende
Warum habe ich diesen Abgrund nicht erkennen können?
Warum habe ich darauf vertraut das er nie da sein wird.
Warum mache ich die gleichen Erfahrungen immer wieder?
Ohne daraus zu lernen?

Warum ich?
Warum du Gegenwart?
Wo ist Zukunft?
Wann stirbt Vergangenheit?

Ich könnte nicht zerreissen vor Schmerz
Ich bin zerrissen.
So wie mein Leben, meine Gedanken meine Emotiionen.

Meine Kraft lässt nach,
Angst vor dem was ich tue.
Egal was ich tue.... es ändert sich nichts.

Ich falle... ich habe Angst... es tut zu weh!

WARUM???????????????????????????


Reden? Warum?

Ich rede und rede,
erzähle, erkläre, antworte.
Und je mehr ich rede.
Umso mehr werde ich gefragt.

Umso weniger werde ich verstanden.
Umso mehr muss ich reden.
mich erinnern, mich quälen.
EInfach so was im Raum stehen lassen
Ist nicht...

iMan will mich verstehen
Ich will das man mich versteht
darum rede ich
ist es auch nötig
das ich mich deswegen quäle?

warum immer wieder fragen?
warum immer wieder antworten?
warum nicht einfach mal ein:

es ist okay?
Warum nicht einfach mal ein glauben
akzeptieren
nicht weiterfragen
Ein beenden
ein Ende
eine Pause für mich?

Man will mich verstehen
aber irgendwie, kann ich das nicht immer glauben.
sonst würde man wissen
das manche fragen mich quälen....


Wie geht es dir?

Immer wieder fragt ihr das.
Was soll ich sagen?
Meine Wahrheit - eure Wahrheit?
Was ich gerne sagen möchte?
Was ihr gerne hört?

Geht es euch besser wenn ich sage: "Gut"?
Geht es mir besser wenn ich sage:"Schlecht"?

Abwägen....soviel zum abwägen.
Sage ich "Schlecht" - fragt ihr "warum?"
oder, noch schlimmer....
Ihr seufzt und verdreht die Augen.

Auf das Warum antworten fällt mir schwer.
So viele Worte in der Antwort die ich nicht finde.
Suche ich nach den Worten,
sehe ich die Situationen - die die Ursache für eure Frage
und meine Antworten sind.

Meint ihr es geht mir dann besser?
Manchmal ja, meistens nein.

Wie geht es dir?
Gut!
Dann ist euch geholfen und mir geholfen.
Euch weil ihr meint das es mir gut geht.
Mir weil ich weiss das es mir nicht schlechter geht.

Logik?
Nein.
Aber wo ist bei Kindesmissbrauch Logik?


Weißt du Mama....

Es tat so weh
- was er mit mir machte,
- das du nicht da warst.
- zu denken das du sterben wirst.
- zu glauben das du ihn unterstützt.

Es tat so weh so zu werden wie ich heute bin.
- nicht weinen zu dürfen,
- nicht reden zu dürfen,
- nicht schreien zu dürfen,
- nicht sterben zu dürfen.

Es tat so weh Müll zu sein,
- weggeworfen zu werden,
- geduldet zu sein,
- sich ungeliebt zu fühlen,

Es tat so weh zu denken schuld zu sein,
- dir nicht vertrauen zu können,
- angst davor zu haben das du mir nicht glaubst,
- bestätigt zu bekommen das du davon nichts hören willst.

Es tat so weh dein Kind zu sein,
sein Opfer zu sein.

Es gibt noch so vieles mehr was weh tat.
Aber weißt du Mama......
Am meisten tut es weh, wenn ich heute noch spüre, wie weh es mir tat.

Weißt du Mama... Es wird mir für immer weh tun.


Gefühle

Gefühle, Empfindungen, Träume
Wünsche, Sehnsucht.
Sie sind da.
Meine Erwartungen sind da.
Ich bin da.

Und ich stehe da.
Und weiss nicht wohin mit Gefühlen,
Empfindungen, Träumen.
Mit Wünschen und Sehnsucht.

Sie machen mir Angst obwohl
sie mir gut tun.
Ich geniesse einen kleinen Teil von ihnen.
Geniesse ich nicht alles, kann mir auch
niemand alles auf einmal wegnehmen.

Wenn ich sie nicht mehr hätte,
würden sie mir weh tun.
Sie sind da. Nicht sichtbar.
Aber spürbar für mich.

Obwohl sie da sind.
Sind sie nicht wie andere.
Sie sind zerbrechlicher.
Ängstlicher, ruhiger.
Sie sind wie ich.

Ich bin wie ich bin.
Nicht "normal" aber ich bin.
Es ist schwer mit mir klarzukommen.
Viele sind schon an mir gescheitert.

Lass ich meine Träume bei mir.
Für mich.
Kann ich sie behalten....
wenn alles andere vorbei ist.....
Niemand weiss was ich träume,
fühle, empfinde, wünsche.
Niemand kann es mir kaputt machen.


Ein weisses Blatt Papier

es liegt vor mir
rein, weiss, unbeschrieben.
ich fahre mit der Hand darüber.
Es fühlt sich gut an.
Mit der Zeit füllt sich das Blatt
Buchstaben aneinandergereiht
Fragen, Antworten, Gedanken, Gefühle
Ab und zu gibt jemand einen Kommentar dazu ab.
Ab und zu frägt jemand oder gibt Antworten.
Das Blatt wird immer voller. Es wird nie voll.
Die Schrift verändert sich mit der Zeit:
Am Anfang sehr verschnörkelt. Fein säuberlich aneinandergereiht.
Viel Liebe steckt in den Buchstaben
Die Schrift wird reifer
Fragen, Antworten, Gedanken konkreter.
Eines Tages holte ich das Blatt vor.
Mittendrauf: ein grosser schwarzer Fussabdruck
Lange bleibt das Blatt liegen.
Es wartet.
Niemand mehr da der Kommentare abgibt.
Niemand mehr da der antwortet oder Fragen stellt.
Stille auf dem Blatt.
Es liegt da, nicht mehr weiss.
Nicht mehr verschnörkelt.
Nutzlos, wertlos, nur irgenein Blatt Papier.

Irgendwann wieder ein Buchstabe.
Ein Wort, ein Satz, ein Text.
Die Schrift zitterig.
Die Fragen ängstlich.
Antworten nicht mehr vorhanden.
Kommentare? von wem?
Tränen vermischen Blatt und Schrift zu einer grauen Masse.
Der Fussabdruck..... immer noch da. Immer präsent.
Er liegt auf allen Wörtern. Verdeckt sie aber nicht ganz.
Wer sich anstrengt würde lesen können?
Es strengt sich niemand an.
Das Blatt wird voller, aber nie voll
Ein Blatt Papier? Oder ich?
Nein, ich kann es nicht sein.
Ich bin nicht mehr rein, weiss, unbeschrieben.
Und doch....... der Fussabdruck ist da.
Also doch ich?


Fallen


ich falle und freu mich auf den Moment,
wo ich auf dem Boden aufpralle
zerschmettere.

Wird es lange dauern?
Wird es weh tun?
Werde ich leiden?
Wird Blut fliessen?

Ja?

Gut.
Das alles kenn ich ja.
Aber was mach ich?
Wenn ich nicht zerschmettere?

Wieder aufstehen.....
weiterlaufen....
und irgendwann doch wieder fallen.
dabei hoffen,
das es dann vorbei ist.

Gebt mir einen Stoss,
ich will fallen....


Einfach weg...

Es geht wieder los.
kriege keine Luft mehr.
Gewicht auf mir nimmt den Atem.
Keuchen über mir dröhnt in den Ohren.
Schmerzen überholen den Herzschlag.
Hände verbrennen meine Haut.

er will quälen.- ich will sterben.
er kann quälen.- ich nicht tot sein.

Luft, ich brauch Luft! Muss hier weg.
keine Schmerzen mehr, kein Gewicht mehr,
kein Keuchen mehr, keine Hände.

er lässt mich nicht gehen. Ich ersticke.
atmen......tief atmen...noch tiefer.
jeder Stoss ist Atem
Luft die nicht da ist.
ich spüre sie in mir....atmen, noch tiefer...

das Keuchen wird leiser,
das Gewicht leichter,
die Hände zu Nebel.
die Schmerzen geringer.

noch mehr Luft
noch tiefer atmen.
der nächste Stoss befreit.
ein letzter Atemzug
ich bin weg!

tu was du willst
du tust es mit einer Hülle.
ich schwebe über dir.
und halte mir die Augen zu.
sonst seh ich die Schmerzen
die auf mich warten.
Wenn er weg ist
und ich wieder da.

Die Maske lacht.
Er kann sich nicht daran freuen.
Denn es sind MEINE Schmerzen.
Das einzige was ich noch habe....
Und die gönn ich ihm nicht.



Alptraum

Nichts

Stille, Leere.... keine Emotionen
keine Angst, keine Trauer, keine Freude
keine Auffälligkeit.... funktionieren
alles im Griff haben
kein Heranlassen, kein Vertrauen
Unterschiede? Fragen? Antworten?
Gefühle.... keine... kaum... wenig?
Ängste: vor was? vor Nichts?
Erwartungen, Hoffnung, Gedanken?
Nachdenken... aber nicht wirklich
Leben... wie immer aber nicht richtig
Antworten auf nichtgestellte Fragen
Fragen ohne Antworten finden zu wollen
Einfach nur Nichts
Nichts.... auf Dauer unvorstellbar
und doch da?
Schulterzucken....
Warum Gedanken über Nichts machen?
Es passiert ja nichts....
Oder????????
Seit wann lassen wir uns durch nichts unterkriegen?



Unter der Decke:
Eine Decke....
kuschelig, warm, weich.

Sie soll mich schützen,
gegen Kälte.
Ich erfriere unter ihr.
Das einzigste was sie schützt.
Ist ihn, und das was er tut.

Und sie schützt die,
die nicht hinsehen wollen.
Sie sehen ja nicht,
was darunter passiert.

Es war ja unter der Decke.....


Reden:
So oft schon gedacht ich rede,
so oft schon gemeint ich rede,
so oft schon geglaubt ich rede.

Und heute?
heute habe ich erlebt das ich rede....

Zum allerersten Mal im Leben wirklich rede...
und ich frage mich:
"War ich das?"

Ich weiss die Antwort noch nicht....


Die Wand:
Manchmal habe ich das Gefühl
ich renne gegen eine Wand.
Eine Wand von Ignoration, Gleichgültigkeit.
Eine Wand aus Steinen, die mir in den Weg gelegt werden.
Eine Wand voll Unverständnis und Oberflächlichkeit.

Und ich frage mich:
"Wofür das alles?"
Wofür diese Page?
Wofür ertrage ich meine Erinnerungen?
Wofür die Zeit die ich investiere?
Wofür die vielen Stunden die mich runterziehen?

Wofür das alles wenn soviele gar nicht sehen WOLLEN,
das etwas geschehen muss.
Und dann stehe ich vor der Wand.
Suche einen Durchgang.
Suche eine Möglichkeit sie einzureissen:

Finde keinen...

Und auf einmal dann die Stimme:
"Komm her Prinzessin... ich zeig dir wie es geht"
......................
Und ich weiss dann wieder,
warum ich das alles mache


Kälte:
Hörst du wie es plätschert?
Es sind meine Tränen die ich wegen dem was du tust weine,
Und die du mir verboten hast.

Hörst du wie es knirscht?
Es ist das Eis zu dem meine Tränen werden, weil sich Kälte in mir ausbreitet gegen die ich nichts tun kann.

Hörst du wie es still wird?
Es ist der Teil meiner Seele der sterben muss, weil die Kälte der Eistränen ihn erfrieren lässt.

Hörst du wie es rumort?
Es ist der andere Teil in mir der sich gegen dich wehrt weil er nicht auch noch sterben will.

Hörst du wie ich schreie?
Nein?
Glaube mir, du wirst es hören... und du solltest damit beginnen Angst vor mir zu haben. Denn ich werde sehr stark sein wenn ich schreie...
Verstehen:
Warum hälst du mir den Mund zu während du mich benutzt?
Ich weiss... weil du Angst hast ich schreie...

Warum stöhnst du während du mich missbrauchst?
Ich weiss... damit du mein Wimmern nicht hören musst...

Warum schliest du deine Augen während du mich begrabschst?
Ich weiss... weil du mir nicht in die Augen sehen kannst während du das tust...

Warum achtest du darauf das ich mit dir alleine bin während du mich anfasst?
Ich weiss.. weil du Angst hast das jemand erkennt wie abscheulich du bist....

Warum schaut ihr weg obwohl ihr doch wisst was los ist?
Ich weiss... weil es bequemer ist so zu tun als ob man nichts sieht....

Warum verleugnet ihr es obwohl ich es euch doch gesagt habe?
Ich weiss... wo nichts ist was man zugibt kann auch nichts sein worüber man sich Gedanken machen muss...

Warum schweigt ihr betreten wenn ich euch darauf anspreche?
Ich weiss... weil ihr euch schämt, weil es euch peinlich ist wenn ich diese Sachen ausspreche...

Warum glaubt ihr mir nicht wenn ich euch die Wahrheit erzähle?
Ich weiss.. indem ihr sagt das ich lüge macht ihr eure Welt weiterhin zu einer heilen Welt.

Warum verachtet ihr mich für das, was er mit mir gemacht hat?
Ich weiss... weil es eine Erleichterung ist ein schwarzes Schaf in der Mitte zu haben, dem man alle Schuld zuschieben kann.

Warum finde ich auf jede Frage hier eine Antwort...
und kann es doch nicht verstehen ????



Leben:

Was ist das?
Momente die einen verzweifeln lassen.
Tränen die nicht nass sind.
Ängste die Angst machen.
Träume die quälen.
Zwänge die nicht abstellbar sind.
Lauern auf alles was weh tut.
Verdrängen was weh tun kann.
Misstrauen das Wege verbaut.

Der Wunsch, einfach die Augen schliessen zu können...
und zu schlafen....
Irgendwie hab ich jetzt das Gefühl,
ich lebe nicht.
Warum?

Ich habe diese Momente, diese Tränen.
Die Ängste und die Träume.
Die Zwänge und das Lauern.
Das Verdrängen und das Misstrauen.

Aber ich habe auch: Momente in denen ich lache.
Tränen weil ich mich freue.
Ängste weil ich glücklich bin.
Träume, die mich berühren.
Zwänge, die ich genieße.
Lauern auf alles Neue.
Verdrängen meines alten Lebens.
Misstrauen gegen oben genannte Dinge.

Doch! Ich lebe!
... oder träume ich nur?

Was hast du gedacht?

Was hast du gedacht?
als du mich gequält hast?
als du mir deine Küsse aufzwangst?
deinen Körper auf mich legtest?
mir deine Lust ins Ohr stöhntest?

Was hast du gedacht?
wenn ich "Nein" schrie?
wenn ich weinte?
wenn ich ganz still lag, weil alles umsonst war?
wenn ich dir aus dem Weg ging?

Was denkst du heute?
denkst du ab und zu daran wie es mir geht?
denkst du ab und zu daran was du mit mir getan hast?
denkst du ab und zu daran was du aus mir gemacht hast?
denkst du ab und zu daran das ich ein Kind war?

Weisst du was?
ich glaube du hast nichts gedacht.
hast nichts kapiert.
hast nichts gesehen.
hast nichts gehört.

Denn sonst hättest du merken müssen,
was für ein Schwein du bist.
und hättest merken müssen,
wie sehr ich dich verachte.

Ich hoffe das du heute weisst,
das du ein Monster bist.
Und das du es nicht geschafft hast,
mich klein zu kriegen!

Und weisst du noch was?
NEIN, ICH HABE ES NIE GEWOLLT !!!



der Tag danach...
Ruhe, Stille, Licht...
Schatten vor meinen Augen,
Tränen in meinem Herzen...
die Farben verblassen bis zur Unkenntlichkeit.
Augen öffnen sich,
Hände entkrampfen sich...
Gedanken verschliessen sich...
Erinnerungen ziehen sich zurück.
Es ist gut wie es ist-
weil es mir gut tut.
_
_


Ich bin ein Survivor!
Du hast es geschafft mich als Kind zu missbrauchen...
du hast es geschafft mir meinen Stolz zu nehmen...
du hast es geschafft mir zu zeigen was Ekel bedeutet.
Du hast es geschafft mich zu demütigen..
zu quälen...
meinen Willen zu brechen...
Du hast es geschafft aus mir einen Menschen zu machen
der nicht vertrauen kann...
der Zärtlichkeiten als Qual empfindet
und manchmal Angst vor Liebe hat...
du hast es geschafft mich hart zu machen...
mir mein Kinderlachen zu nehmen
und einen Teil meiner Seele zu totem Fleisch zu machen...
du hast es geschafft das ich mich schmutzig fühle...
das ich mich schuldig fühle...
das ich manchmal an mir selbst zweifele
Du hast es geschafft mir meinen Schlaf zu rauben
und mir meine Nächte zur Qual werden zu lassen...
du hast es geschafft das ich keine Gefühle zeige
aus Angst verletzt zu werden...
aber du hast eines  nicht geschafft...
ich bin ein Survivor...
ich lebe noch 
und du warst nicht gut genug
um mir den Mund für immer zu verbieten.
Ich rede und ich weiß heute das du das Schwein bist...
und das ich dich dafür so hassen darf
wie ich dich heute hasse !!!

Träum ich das?

Meine Seele ist kalt,
mein Herz tut weh,
mein Magen rumort,
in meinem Mund habe ich einen widerlichen Geschmack,
Nähe lässt mich zittern,
Berührungen lassen Ekel in mir steigen.
Gedanken machen mir Angst,
Worte jagen mir Schauer über den Rücken,
vergessene Narben erzählen,
verdrängte Gedanken kommen...
ihr meint ich träum das alles ...
Dann erklärt mir doch einfach mal,
warum diese Träume so verdammt weh tun???


Warum?

Ich möchte essen, es schmeckt nicht.
Ich möchte trinken, es läuft nicht durch meine Kehle.
Ich möchte reden, es kommt kein Ton heraus.
Ich möchte schweigen, aber alles will aus mir raus.
Ich möchte lieben, ich kann es nicht.
Ich möchte hassen, ich darf es nicht.
Ich möchte weinen, keine Träne kommt.
Ich möchte lachen, weiss aber nicht wie das geht.
Ich möchte die Sonne sehen, schwarze Wolken verdecken sie.
Ich möchte das es regnet, die Sonne scheint wegen all den anderen.
Mein Herz blutet, die rote Farbe fehlt.
Meine Seele ist tot, doch man kann sie sehen.
Die Maske ist starr, tut aber was man von ihr erwartet.
Schlaf wäre heilsam, doch Träume stören ihn.
Ich möchte wissen für was ich da bin.
Und ich weiss, ich bin da um zu leben.
Und um zu lernen, mit alldem zu leben...!


Ich sehe mich...
Ich sehe mich in einem Zimmer,
ich sehe eine Hand auf meinem Mund.
Ich sehe meine aufgerissenen Augen...
Sie zeigen Angst und Ekel.
Ich sehe eine Hand auf meinem Körper,
einen Schatten über mir.
Ich sehe ein Bild.
Ein Gesicht ist darauf gemalt.
Die Augen leben...
Ich sehe die Augen an.
Bittend...
Und ich sehe wie die Augen sich schliessen...
Ich sehe mich.....
Sehe mich indem ich über mir schwebe.
Und ich möchte raus aus diesem Zimmer.
Aber ich gehe nicht.
Ich will mich sehen!
Sonst sind es meine Augen auf dem Bild,
die sich schliessen.
Sonst bin ich auch eine derjenigen..
die wegschaut,
wenn eine Kinderseele schreit.....



--------

Vertrau mir...!
Es macht mir Angst.
Was ist Vertrauen?
Etwas das ich nicht glauben kann.
Einem Menschen vertrauen heisst
mich öffnen. Mich verletzbar machen.

Wie kann man Vertrauen lernen,
wenn man es nie anders gelernt hat,
als das man es nicht tun sollte.
Weil Vertrauen weh tut.

Die Schmerzen durch Gewalt gehen vorbei.
Die Schmerzen durch Emotionen hallen immer nach.
Vertrauen ist eine Emotion.
Emotionen tun weh.
Emotionen machen verletzbar.

Emotionen - dagegen kann man sich nicht wehren.
Man kann sie verdrängen. Sie wegschieben.
Aber sie bleiben da. Nicht als Narben, nein -
als Schmerzen. Immerwährender Schmerz
der immer wieder dran erinnert wie weh es tut
wenn es weh tut.

Vertrauen?
Es ist schmerzloser es nicht zu tun.
Es fehlt zwar etwas.
Aber man verliert sich nicht selbst.......

 

Feuer

In mir brennt ein Feuer
es verbrennt alles was in mir drin war.

Die Flammen sind Zungen die nach mir lecken.
Die Funken - Sperma das auf mich tropft.
Das Holz - Hartes wird in mich gestossen

Rot für das Blut
Gelb für den Blitz der mich trifft bei Schmerzen
Hitze - das Danach das alles in mir heiss werden lässt.

Das Prasseln, Worte die in meinen Ohren gellen.
Die Glut - alles was von mir übrig blieb.

Feuer in mir.
Ihr wisst nicht wie kalt Feuer machen kann.
Und wie sehr diese Kälte alles verbrennt.

 

DIe Reise ins Ich

eine schwere Reise.
Masken sagen mir das es mich nicht gibt
Schutzpanzer versuchen mich von mir abzuhalten
Durchbrechen kann ich sie nur durch Schmerzen

Tiefe Schmerzen öffneten mir den Weg ins ich.
Ich muss nach mir suchen,
Finde mich nicht.
So viele Räume in mir.
Dunkle, helle, ängstigende, freundliche

Traue keinem hellen Raum anfangs.
Ist er wirklich hell? Ist er wirklich da?
Nur ein Maskenraum? Eine Illusion.
Vorsichtiges Antasten - Angst weiterzugehen.

Dunkle Räume - weniger erschreckend.
Da schon immer da.
Aber ich fühle mich nicht mehr nur wohl darin
Immer wieder zieht es mich zum Licht.

Wo ist der Kern von mir?
Wo ist er entstanden?
Im hellen Raum?
Im dunklen Raum?

Werde ich mit mir selbst fertig?
Möchte ich mich kennenlernen?
Stile in mir - wohltuende Stille.
Höre wie ich mit mir rede.
Mich frage, mir antworte.

Zweifele an mir, glaube mir.
Meine Gedanken fügen sich zusammen
Mit meinen Emotionen:
Umhüllen den traurigen Kern.
Der nie wieder im Licht sein will.

Es ist gut, schlaf in deiner Dunkelheit.
ich bin da, und pass auf mich auf.
Keine Angst Bine,
ich tu mir nichts.

 

Bitte......

bitte hab mich nicht lieb,
bitte tu mir nicht weh,
bitte lass mich das nicht tun müssen.
bitte zeig mir das nicht.
bitte verlange das nicht.
bitte versteh mich nicht.
bitte frag mich nicht.
bitte erkläre mir nichts.
bitte fass mich nicht an.
bitte mach mich nicht kaputt.
bitte schmeiss mich nicht weg.
bitte verrate mich nicht.
bitte übersehe mich heute.
bitte bleib heute weg.
bitte komm nicht mehr heim.
bitte sei tot.
bitte flüstere nicht.
bitte schrei mich nicht an.
bitte schau nicht so.
bitte rede nicht so.
bitte lach mich nicht aus
bitte schlage nicht wieder zu.
bitte tu deine hand weg.
bitte nicht ins gesicht.
bitte nicht in den mund.
bitte nicht wieder so.
bitte nicht anders.
bitte, bitte, bitte.......
bitte lass mich in ruhe......

 

Ratschläge

Die Maske lacht,
singt, tanzt.
Antwortet, fragt, überlegt.
lügt, täuscht vor, überspielt.

Funktioniert.....

"lache Mädchen!
Wie es tief in dir aussieht geht niemanden was an"

'Ängste? - Behalte sie für dich!
Wut?- Lass sie in dir drin bis du alleine bist!
Traurig?- Lass es dir nicht anmerken!
Einsam? - Nur nicht nach aussen zeigen!
Müde? - Tu so als ob du das nicht kennst!
Gedanken? - Nicht aussprechen!
Fragen? - Nicht stellen!

Es will keiner wirklich wissen wie es dir geht...
Jeder will das es dir gut geht!

Funktioniere!

Lache, singe, tanze!

Weine, schreie, frage und verzweifle -
wenn es niemand sieht......

Lass dein Innerstes dann nach aussen, wenn du nicht verletzbar bist.

Das ist nur dann, wenn du mit dir alleine bist.....


 

Silvester

Alkohol, Geschrei
zertrümmerte Wohnung
ein Baby schläft ruhig in seinem Bettchen

Gewitter. Blitz und Donner
Knallerei - Ursache für die Katastrophe
Schreie, Schläge, Weinen

Hände die packen und mitzerren
fort, nur fort-- - in Sicherheit

Glas zertrümmert
Hund bellt
Geschreie, Drohungen, Angst
Gewitter

Kinder die sich in den Schlaf weinen
Angst vorm jetzt, Angst vorm gestern, Angst vor morgen

Schreie, Tritte gegen die Tür
"ich mach euch fertig"


Irgendwann morgen

Zurückgehen
zertrümmerte Wohnung
Alkohol an den Wänden
Scherben im Flur
Turnschuhe in der Ecke

Angst, Angst, Angst
Entschuldigung. Ich habe euch doch lieb

Aber irgendwer muss für das Chaos bestraft werden.

Ich wusste es....... ich bin "irgendwer"

Silvester - Erinnerungen, Angst, Träume, Qualen


 

Schmerz

Wann fängt er an?
Wo hört er auf?
Körperlich, seelisch, emotional.

Körperlich ist er vorbei.
seelisch soll er nie dagewesen sein.
Emotional soll ich ihn vergessen.

Ist doch so einfach, oder?

Ihr kennt den Schmerz eines gebrochenen Beines;
den Schmerz wenn man trauert.
den Schmerz wenn man verliert.
Ihr kennt den Schmerz wenn ihr enttäuscht wurdet.
Kennt den Schmerz wenn man euch nicht glaubt.

Aber kennt ihr auch meinen Schmerz?
Den Schmerz wenn nicht das Bein, sondern man selbst gebrochen wird?
Den Schmerz wenn man nicht um sich trauert, weil man so wertlos ist in dem Moment wo man stirbt?
Den Schmerz wenn man sich selbst verliert und sich nicht retten kann?
Den Schmerz wenn man enttäuscht wird von allen, die einem wichtig sind?
Den Schmerz wenn ein "glaubt mir" wichtig für mein Leben ist und es nicht kommt?

Kennt ihr den?
Nein......
Dieser Schmerz tötet ohne das man stirbt.
Dieser Schmerz härtet ab ohne das er schützt.
Dieser Schmerz nimmt einem alles.
Dieser Schmerz macht einem Angst vor Dingen, die ihr nicht mal beachtet.

Kennt ihr Schmerzen?
Schmerzen die sich nur durch Schmerzen ertragen lassen?
Schmerzen die so weh tun, das man dabei lachen kann?
Schmerzen die zerreisen und daran erinnern wie man zerrissen wurde?

Eure Schmerzen sind eure Schmerzen. Und sie tun euch weh.
Meine Schmerzen sind meine Schmerzen. Und sie lassen mich leben. Es kann nichts sterben was schon gestorben ist.

Habt ihr Schmerzen? Seid froh darüber. Denn es sind nicht meine Schmerzen.
Von meinen Schmerzen werdet ihr wahrscheinlich nie erfahren. Ihr werdet sie nie bemerken wenn ich sie habe. I
Ihr werdet nie glauben können das sie da sind.

Meine Schmerzen sind meine Schmerzen. Einer unter euch hat sie verursacht.
Einer unter euch dem es gut geht.

Wie geht es mir?
Gut!
Mein Wort für Schmerzen nennt man "Qualen"
Nein, ich habe keine Schmerzen....

Und du?
Wenn du auch Schmerzen hast, dann kennst du meine Qualen.

Du bist ein Survivor!


Ich will

ich will leben,
aber so wie ich es verkraften kann.
ich will lieben,
aber so das ich mich dabei nicht aufgebe.
Ich will träumen,
aber nicht immer darüber nachdenken.
Ich will empfinden,
aber mich zurückziehen dürfen wenn ich zu sehr empfinde.
Ich will fühlen,
aber nicht alles was man mir zu fühlen gibt.
Ich will wissen,
aber in den Mengen die ich mir zumuten kann.
Ich will weinen,
aber erst dann wenn Tränen nicht mehr wie Feuer brennen.
Ich will reden,
aber nur dann wenn es mich nicht runterzieht.
Ich will erzählen,
aber nicht wenn ich danach für lange schweige.
Ich will .... soviel.......
Und trotzdem soviel weniger als viele andere.
Aber irgendwie scheint es.
Als ob ich immer noch zuviel will.
Versuche ich weniger zu wollen.
Will ich nicht mehr
Schreien!

Ich möchte schreien können,
möchte hinausschreien können
was ich sagen will.
Möchte beschreiben können,
was ich empfinde.
Gutes wie schlechtes.

Soviele Worte in mir
ich möchte das du sie kennst.
Das du sie hören kannst.
Aber so sehr wie ich mich auch anstrenge.
Es geht nicht.

Die Töne die heraus kommen,
sagen nur was ich denke.
Nicht was ich fühle.
Schreien!
Es wäre so wichtig.
Es geht nicht.

Eine Faust drückt die Wörter runter,
ganz tief in den Hals hinein.
Dort hängen sie und ich habe Angst
das ich daran ersticke.
Sie wären so wichtig,
für mich und für dich.

Ich kann es nicht.
Und trotzdem fühle ich sie.
Ich fühle, ich empfinde.
Warum kannst du nur verstehen wenn ich es sage?
Siehst du nicht das ich es tue?

Ich hasse diesen Mund von mir.
Der schon so viel getan hat:
Was andere Münder nie tun würden.
Aber schreien... reden.... sagen....
das kann er nicht.
Für was wurde er mir gegeben?
Für mich oder für ihn?

Die Maske

Sie ist das was ihr sehen wollt
was ihr sehen dürft
das was ich euch zeigen kann.
aber nicht das was ich euch zeigen will.

Nicht allen, manchen schon.
manchmal ist sie festgewachsen
Nicht mal ich kann sie runternehmen.

Manchmal kommt irgendjemand
und nimmt sie mir einfach weg.
Einfach so, ohne grosse Mühe
Manchmal kommt jemand und reisst sie mir runter.
Das tut dann weh.
Und wenn ich sie das nächstemal aufsetze achte ich darauf
Das sie ganz perfekt sitzt.

Manchmal verdeckt sie ein weiches Frauengesicht
Manchmal eine Fratze
Manchmal die Augen eines kleinen Mädchens
Manchmal eine alte Frau.
Manchmal Augen voller Leben.
Manchmal Augen die tot scheinen.

Manchmal schützt sie mich davor, den Mund aufzumachen.
Manchmal so sehr das sie mir die Luft zum atmen nimmt.
Oft möchte ich sie wegschmeissen.
Aber so das ich sie immer wieder finden kann.
Ich brauche sie.

Hinter ihr kann ich mich verstecken.
Hinter ihr kann ich ich sein.
Hinter ihr könnt ihr mich nicht erkennen.
Nicht das sehen was ihr nicht sehen wollt.


Hab ich sie auf bin ich eine einzige Lüge.
Ich glaube, ohne sie kann ich nicht leben.
Denn dann würdet ihr mir weh tun!



Fragen

Wollte ich das?
Oder wollte er das?
Habe ich ihm Anlass gegeben?
Was war an mir das ihm gefiel?
Hat es mir gefallen?
Hätte ich es verhindern können?
Warum habe ich nicht mehr versucht zu schreien?
Warum habe ich das Kleid angezogen?
Will er das alle noch mit mir machen?
Was habe ich falsch gemacht?
Lüge ich?
Träume ich?
Hätte ich es besser machen können?
Hätte er dann eher aufgehört?
Hätte ich es nicht so gut machen sollen?
Hätte er dann den Spass an mir verloren?
Habe ich ihn krank gemacht?
Hat er mich wirklich lieb gehabt?
Warum taten meine Hände das?
War ich nicht sauber genug?
Hätte ich mich besser waschen sollen?
Kann man an Schleim ersticken?
Warum bin ich nicht erstickt?
Wären sie gestorben wenn ich mich geweigert hätte?
Wäre ich gestorben?
Wenn ja, warum habe ich mich nicht geweigert?
Darf ich ihn hassen?
Muss ich mich hassen für das was ich tat?
Noch mehr Fragen?
Ich habe noch so viele.
Wer gibt mir die richtgen Antworten?



Angst...

Angst vor dem was war,
was ist
was noch kommt.
vor dem erleben
dem erinnern
dem träumen.

vor Gefühlen
Gedanken
Bildern.

vor ihm
mir
dir

vor dem Leben
dem Sterben
dem weg sein
dem da sein

vor Schmerzen
der Schuld
der Scham
der Haut

Angst vor allem,
was sein könnte...
Angst davor, das die Angst mich schafft.
Ich habe Angst....


Träume

Es ist so leicht gesagt, das Träume nur Träume sind.
Es ist so leicht gesagt das ich keine Angst vor ihnen haben soll.
Das sie mir nichts antun können.
Es ist so einfach, aufwachen und alles ist vorbei.
Ihr könnt nicht wissen wie es wirklich ist.
Zu träumen was passiert.
zu erleben was man träumt.
Auch wenn es nur im Traum ist.

Ich erlebe....
ich erlebe die Schmerzen, den Ekel, die Angst:
Ich empfinde die Scham, die Demütigung, die Schuld.
Ich sehe die Gesichter, die Hände, die Fratzen.
Ich fühle die Hände, die Körper, die Täter.
Ich leide unter dem unter dem ich schonmal leiden musste.
Ich sterbe so oft wie ich schon mal sterben musste.
Ich schreie so stumm, wie ich schonmal geschrieen habe.

Es ist alles genauso wie es war.
Es ist alles erleben........

Aber ihr meint ja, es ist nur ein Traum........
und nicht mal wenn ich aufwache ist dieser Traum vorbei.
Er begleitet mich den ganzen Tag.
Verblasst mit jeder Stunde ein bisschen.
Um Nachts wieder mit neuer Kraft und düsteren Farben
meinen Schlaf zu beherrschen.

Ja, ihr habt ja sooo Recht.

Nur ein Traum.....


Versuche
Versucht sie zu verstehen,
versucht sie zu analysieren,
versucht sie zu heilen,
versucht sie zu bekehren,
versucht sie zu rehabilitieren
versucht sie zu therapieren,

könnte ja sein es klappt.

Und versucht dann die Kinder zu übersehen
die zeigen das es nicht geklappt hat.

Bestimmt gelingt euch auch das!

Es sind ja nur Versuche.....


Kunst:
Körper.... Gesichter..... Photos
Kunst!
Kinder, Photos, Natürlichkeit(?)
Kunst!
Augen, Schminke, Kinder
Kunst!
Puppen, Hüllen, Panzer, Masken
Kunst!

Die einzigste Kunst daran wäre es,
mir glaubhaft zu machen, dass das Kunst ist!!!


Hände:
Hände greifen,
Hände grabschen,
Hände drücken zu,
schnüren die dir Luft ab.

Hände auf mir,
Hände in mir,
Hände durch mich hindurch.

Hände sind gross,
Hände sind grob,
Hände sind eklig,
Hände sind nass.

Hände schwitzen,
Hände stinken.

Hände schlagen,
Hände würgen,
Hände brennen,
Hände tun weh.

Komm Prinzessin... gib mir deine Hand...

Kinderschreie:
Kinderschreie... sie sind online.
ich hoffe sie wird etwas bewegen.
aufwecken...

ich hoffe sie wird reden,
mehr reden als ich es kann.

ich hoffe sie bringt einen Stein ins Rollen.
wird ein Platz für Menschen die einen Platz für sich suchen.

Ich wünsche mir sie wird ein Informationsplatz,
ein Aufwachraum,
ein Ankerpunkt...

Ich wollte, sie kann helfen,
mir und den anderen.
Eine Möglichkeit sein uns zu finden.
Uns aufzubauen.
endlich verstanden zu werden.

Ein Treffpunkt...
vielleicht -
in einigen Jahren
werden wir uns wirklich treffen.

Alle an einem Platz.
Jeder von uns wird einfach nur da sein.
So wie wir viele Jahre einfach nur da waren.
Aber keiner wird wirklich alleine sein diesmal.

Wir werden stumm sein
so stumm,
das jeder uns hören muss.
So laute Stille,
das jeder weiss wer wir sind.

Die Opfer..
die stummen Zeugen der Kinderschreie..

Die Stille wird denen,
die das mit uns gemacht haben,
unerträglich in den Ohren liegen.

Und egal in welcher Stadt es sein wird.
Egal wie gross sie ist.
Die Stadt wird überlaufen wegen uns.

Und die Menschen werden zum erstenmal verstehen...
was sie nicht glauben wollen.
Was sie nicht sehen wollen.

Sie sehen zum erstenmal ihre Töchter, ihre Söhne,
ihre Schwestern, ihre Brüder.
Ihre Nachbarin, ihren Schulkamerad,
ihren Bäcker und ihre Putzfrau.

Unsere Schreie- nicht zu überhören....

Kinderschreie....
Ich hoffe, die Angst ist unbegründet,
die ich jetzt vor ihr habe....

Sie ist online
und wird ab jetzt immer online sein...
Ich habe Angst vor dem was nicht kommt...

Ich bin bereit.
Den Rest macht die Kinderschreie...
In der Flasche:
Leben in einer Flasche,
einer Flasche aus Glas.
Sie treibt im Meer,
mitten zwischen all den vielen Fischen.

Schon bald belagern Algen die Flasche
bewuchern sie, belagern sie.
dicke, schwarze Algen...

Die Flasche aus Glas...
so zerbrechlich.
Durch die Algen undurchsichtig geworden
keiner kommt an das Glas ran.

Manche Fische versuchen es.
Kratzen an den Algen.
Ich bin in der Flasche...
klopfe ans Glas.
Rufe nach den Fischen.
Die Algen verschlucken die Töne...

Die Fische kommen nicht durch.
Wenden sich stumm ab.
Vergessen die Flasche.
Sie treibt weiter im Meer.
Die Algen werden stärker.
Man erkennt nicht mehr was hinter ihnen ist.

Total verschlossen, total zu.
Ein zerbrechlicher Kern, die Flasche.
Ein schwarzer Panzer, die Algen.

Es kommt eine riesige Welle.
spült die Flasche an den Strand.
Menschen laufen vorbei.
"Iih, was ist das denn?
"Das es so was hässliches gibt.
An unserem schönen Strand.."

Sie schauen weg....
Die Flasche liegt da.
Kein Ton dringt nach aussen,
keiner nach innen.
Stille....

Irgendwann ein Ruck.
Jemand hebt die Flasche auf.
Nimmt sie mit nach Hause...
beschäftigt sich ab und zu mit ihr.

Eine Alge löst sich...
Ein erster Blick in das Innere der Flasche.
wieder eine Alge weniger.
Ein zweiter Blick...

Ein kurzer Gedanke... Neugierde...
was steckt in der Flasche?
Immer mehr beschäftigt er sich damit.
Kratzt an ihr, löst die Algen.
Mal mehr und mal weniger...
aber stetig.

Er sieht das in der Flasche etwas lebt.
arbeitet jetzt fieberhaft.
Nur noch ein paar Algen sind da.
Licht fällt in die Flasche.

Er öffnet den Deckel...
es geht sehr schwer.
Doch dann ist er auf...
fliegt einfach so weg...

Heraus kommt:
ein langer Schrei....

Endlich!


Frag nicht...
... was ich denke.
... was ich träume.
... was ich empfinde.
... warum ich gerade weine

... was ich sehe.
... was ich spüre:
... warum ich nicht rede.
... was ich will.

... ob du fragen darfst
....ob du fragen sollst
... ob du fragen kannst

Bitte...... frag einfach!


Sternenhimmel
ich schau in den Himmel..
tausend Sterne...
tausend kleine Lichter...
tausend kleine Seelen?

Mir gefällt die Vorstellung,
das sie für all das Leid dort stehen
das die kleinen Seelen erlebt haben.

Sie strahlen am Himmel...
und bewachen andere Seelen...
sie sind das Licht für die Kinder,
denen gerade Unrecht getan wird.

Sind das Licht für die Seelen,
die gerade auf dem Weg zum Himmel sind.

tausend kleine Sterne...
tausend kleine Lichter...
tausend kleine Seelen...

sie wollen verhindern das-
tausend neue hinzukommen...



Was ich sein möchte:
Ich möchte ein Vogel sein...
Eigentlich bin ich das schon,
denn ich sehe aus einer Perspektive,
die ihr nicht habt.

Ich möchte ein Fisch sein...
Eigentlich bin ich das schon,
denn ich habe eine Stummheit,
die ihr nicht habt.

Ich möchte ein Baum sein...
Eigentlich bin ich das schon,
denn ich habe eine Stärke,
die ihr nicht habt.

Im Grunde genommen möchte ich wie ihr sein,
eigentlich kann ich das nie sein.
Denn ihr hattet eine Kindheit,
die ich nie hab....

Menschen wünschen sich...
Einen Sechser im Lotto- sie gewinnen ihn.
Einen Traumurlaub- sie buchen ihn.
Ein schickes Auto- sie kaufen es sich.
Ein großes Haus- sie bauen es sich.

Alles was man dazu braucht ... ist das nötige Geld.

Wir wünschen uns...
Glückliche Kindheitserinnerungen - Unmöglich....
Vergessen zu können - Unmöglich...
Ein "normales" Leben zu führen - Unmöglich...
Den Teil von uns zu finden, den es nicht mehr gibt - Unmöglich...

Sind unsere Wünsche wirklich so groß gegen eure?



Gedanken
Ich lese eure Geschichte, und es ist meine...
Ich lese eure Gedanken, und es sind meine...
Ich lese eure Gefühle, und ich fühle sie...
Ich lese eure Wut, und in mir steigt sie auf...
Ich lese eure Kraft, und sie baut meine mit auf...
Ich lese eure stummen Schreie, und ich höre sie....
Es ist schlimm das wir so viele sind,
aber, verdammt noch mal, 
ich bin froh das es euch gibt !!! 


  Eine Nacht.....

Kein Traum heute nacht, keinen Schlaf gefunden.
Einfach nur wachgelegen....
für ein paar Stunden.  
Keine Schatten gesehen, keine Schmerzen gespürt
Keinen Weg gefunden,
der zum Ende führt.  

danke für die Nacht,
danke für den Tag
F ür die geschlagene Schlacht.
die ich gewonnen hab...  
Es wird weitere geben, ich bereite mich vor...
es gehört zu meinem Leben
ist zum Herzen ein Tor...  
Doch ich werde es schaffen,
denn ich werd dadurch stark.
Was der Schatten  nicht gekonnt hat...

auch ein Traum nicht vermag.
   

ich brauch mich nicht zu fragen,
er kriegt mich niemals klein.
denn heut kann ich es sagen....
Allein er war das Schwein!  
Ich bin froh übers Träumen ich bin froh über Schmerz
sie helfen mir aufzuräumen...
bei den Tränen im Herz.