Ich
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Nein!!! - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
 

 

< ... Wer bin ich? Bin ich? Ist Ich das was ich wirklich bin oder ist es das was man aus mir gemacht hat? Schliesst das eine das andere aus? Gibt es Schicksal? Schicksal das uns zum Ich macht? Warum dann mein Schicksal. Ich wollte nicht so sein wie ich bin. Bin ich morgen genauso? War ich gestern schon so? Was ist der Unterschied zwischen Ich und dem was ihr seht? Wie finde ich mich in mir wenn ich mich selbst nicht erkenne? Wenn ich selbst nicht weiss wo Ich bin. Ich schaue in den Spiegel: Bist du Ich?...>

 

2004: Es gibt oft Momente wo ich mich selbst suche. Wo ich mich frage ob all das was ich darstelle auch das ist was ich darstellen möchte, was ich darstellen muss oder was ich tatsächlich bin. Inwieweit lass ich mich beeinflussen von all den Dingen die geschehen? In wieweit rede ich mir ein das ich das bin die das tut. Ohne zu sehen das ich es tue damit ich bin?
Missbrauch hinterlässt in einem das Gefühl der Wertlosigkeit. Und das Verlangen sich immer wieder beweisen zu müssen das man doch jemand ist. Würde ich das auch tun wenn ich nicht diese Vergangenheit hätte? Wie wäre ich dann? Ich behaupte das ich dann oberflächlicher wäre. Das ich vieles nicht zu schätzen wüsste. Aber wäre das wirklich so schlimm?
Manchmal möchte ich mit jedem tauschen der auch nur in meiner Nähe ist. Alles nur nicht so sein wie ich. Ich hasse mich wenn ich meine Masken trage um andere zu täuschen. Warum tue ich das? Weil ich nicht klarkommen würde damit was an Reaktionen kommen würde. Vermutung? Nein. Ich habe es schon oft genug erlebt. Ich wünsche mir so sehr normal zu sein. Normal behandelt zu werden. Und dafür trage ich meine Masken. Dafür verstecke ich mein wahres Ich. Nicht immer. Aber in vielen,vielen Momenten des Lebens.
Was habe ich zu verlieren wenn ich das nicht tue? Meine Kontrolle über mich. Über mein Leben. Ich will nicht wieder abhängig sein von anderen Menschen. Nie wieder. Ich will nie wieder denken müssen wie andere obwohl ich anders denke. Ich will nie wieder etwas tun müssen nur weil es für andere gut ist - mir aber schadet.

Dem kann man im Leben nicht immer ausweichen. Gerade mit der Verantwortung für meine Kinder kann ich das nicht. Und doch versuche ich mir so gut es geht einen Teil dieses Handelns zu bewahren. Und ecke an vielen Seiten damit an. Also bewahre ich mir meine Gedanken für mich. Keine Rechtertigung dafür. Keine Fragen. Keine Antworten. Aber dafür im Gegenzug oft "Alleine sein".

Ich ärgere mich über mich selbst wenn ich nicht sagen kann "ich muss mit dir reden". Ich weiss es gibt Menschen bei denen ich das könnte. Die sich freuen würden wenn ich endlich diese Mauer um mich herum abreisse und auf sie zugehe. Aber in meinen Gedanken kommt immer wieder "pass auf Bine" Pass auf, sie könnten es gegen dich verwenden. Pass auf, es könnte dir weh tun. Pass auf - zeig nicht zu viel von dir selbst. Dadurch wirst du verletzbar.....

Was ist besser? Ab und zu verletzt zu werden aber sich dadurch Chancen geben mit anderen? Oder sich keine Chancen zu geben und dafür sicher zu sein? Im Moment ist für mich die zweite Variante die bessere. Meine Angst vor der Menschheit ist grösser geworden seitdem ich versucht habe sie abzulegen. Ich bin an einem Punkt angekommen wo ich merke das ich rückwärts gegangen bin. Nicht nur einen Schritt rückwärts, sondern mehrere. Und ich fühle mich wohl dabei. Aber in mir sitzt eine Stimme die mich davor warnt mich zu wohl zu fühlen. Weil sie weiss das dies unmittelbar in eine Isolation führt die meine Probleme wieder grösser werden lässt.

Ich weiss zur Zeit nicht wo ich mir gegenüber stehe. Habe ich Vertrauen zu mir? In mich? Eher nein. Wie kann ich es dann zu anderen, in andere haben? Warum kann ich nicht einfach sagen dürfen das ich es versucht habe, es nicht geklappt hat, das ich aber trotzdem weitermachen kann und dem nächsten nicht von vorneherein misstraue? Ich denke es ist weil ich mir misstraue. Ich versuche meine Gefühle zu erkunden und komme nicht dran. Ich versuche meine Gedanken zu denken und sie ziehen an mir vorbei. Kein konkreter Punkt um mich selbst zu finden. Ich bin mir fremd - und Fremden vertraue ich nicht. Nicht mal nur ein bisschen.

Wie sehr wünsche ich mir zur Zeit das ich einfach morgens aufwache und alles ist vorbei. Das die Sonne wieder scheint, das ich es fühlen kann. Das ich eines mit mir selbst bin und wieder positives in mir finde. An mir finde ich es. Ich bin stolz darauf wie perfekt die Masken sitzen. Ich bin stolz darauf das die Mauern immer höher, immer dicker werden. Und ich habe Angst davor. Vor mir - vor euch ...