Meine Geschichte
 .
- MEINE GESCHICHTE
- HEUTE
- VERÄNDERUNGEN
- KINDERSEELE
-
 GEDANKEN VON MIR
- VORWORT
- ICH
- AKZEPTIEREN
- MUT?
- MEINE ARBEIT
.- FOLGEN
:
:
.
:
:
:
Nein!!! - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
 

< ... als die Nachricht kam von der ich dachte, das ich sie nie hören werde, da fiel der Stein. Während er fiel habe ich gemerkt, wie schwer er wog. Wie sehr ich schon mit ihm gelebt habe um nicht zu merken, das er so gross, so schwer, so extrem auf meinem Herzen drückt. In mir eine innere Ruhe die ich nicht beschreiben kann - keine Gefühle mehr wie Hass, Angst, Hoffnung. Einfache, wunderbare Ruhe. Das Monster wurde zum Menschen - verlor seine Macht über mich. Es wird Zeit die Vergangenheit mit zu begraben und mein Leben der Gegenwart und der Zukunft zu widmen... >

-
Vier Jahre lang stand hier, genau an dieser Stelle, meine Geschichte. Vier Jahre in denen es mich weiterbrachte das sie hier stand. In der sie präsent war. In der sie mir die Kontakte vermittelte, ohne die ich meinen Weg nie hätte so gehen können.

Jetzt ist sie wirklich Vergangenheit - der Ursacher meiner Geschichte lebt nicht mehr. Die Vergangenheit ist wirklich zur Vergangenheit geworden. Nichts wird sie mehr ändern. Keine Entschuldigung, keine Erklärung, keine Konfrontation. Nichts ist mehr möglich. Also möchte ich die Vergangenheit mit begraben. Ohne sie zu vergessen....

Angst, Hoffnung, Unglaube, Trauer, Wut, Hass - das waren die Dinge aus der mein Stein bestand. Die Angst vor der Konfrontation mit ihm, die Angst vor seiner Macht. Irgendwie habe ich gedacht das er für immer leben wird. Hätte nie mit dem Tag gerechnet an dem ich die Nachricht bekomme, das dies nicht mehr der Fall ist.

Die Angst das mein Schweigen weiteren Kindern Leid bringt war mit ein Grund das ich geredet habe. Die Konfrontation mit der Vergangenheit, durch den Austausch mit vielen Betroffenen die sich in meiner Kindheitsgeschichte wiederfinden, war der Grund dafür das ich weitergekommen bin. Die Hoffnung das er mit ein paar Sätzen alles widerlegt hat mich oft zur Verzweiflung gebracht.

Oft hatte ich den Traum bei dieser Nachricht eine Flasche Sekt aufzumachen. An sein Grab zu gehen und ihm die ausgedruckte Kinderschreie als "letzten Gruss" mitzugeben. Ich war mir sicher ich werde es tun. Und jetzt - wo es soweit ist - ist da gar nichts mehr... Er ist vom Monster zum Menschen geworden. Über tote Menschen redet man nicht. Bei dem Tod eines Menschen macht man keine Flasche Sekt auf.

Es ist vorbei - dieser Gedanke ist in mir. Und bringt mir eine Ruhe, eine Art inneren Frieden, dem ich jedem Menschen wünsche. Sicher - ich werde noch viel verarbeiten müssen. Werde sicher nicht alles einfach so auf die Seite legen können jetzt. Aber ich kann mich jetzt mit der Gegenwart und der Zukunft beschäftigen, da die Vergangenheit mir nicht mehr im Nacken sitzt.

Keine Rachegefühle in mir. Kein Interesse daran wie er gestorben ist. Keine Emotionen in mir im Bezug auf ihn. Es ist vorbei und für mich ist es gut so.

Ein neues Kapitel auf der Kinderschreie. Ich - meine Folgen - meine Arbeit. Der Wille anderen zu helfen. Anderen zu zeigen das man es schaffen kann. Nicht mit meiner persönlichen Geschichte. Sondern mit den Erfahrungen die ich in vier Jahren Kinderschreie, machen durfte.

Ich fühle mich "freigelassen" aus einem jahrelangem Gefängnis. Die Erinnerungen daran sind da und werden nie weg sein. Aber die Mauern, die Eisenstäbe, die Gitter sind weg. Und der Wärter....

Und ich möchte jetzt meine Chance nutzen und fliegen lernen.

"Das Schweigen brechen" ist das einzigste was man tun kann um anzufangen zu verarbeiten. Ich habe es getan. Jetzt möchte ich schweigen um meine Ruhe zu bewahren die ich gerade in mir fühle. Keiner verbietet mir mehr das Reden. Ich erlaube mir das Schweigen.

 

-